Ein Roman in Erzählungen

Deutsch
Gebundene Ausgabe, 127 Seiten, Lesebändchen
EUR 21.00 / CHF 26.50, ISBN 978-3-99029-379-9
Auch als E-Book erhältlich

Eine Familie, ein Ort an der Grenze, zwei Sprachen, verwehte Spuren, verborgene Geschichten, ein Stück Europa.

Unter der Kuppel der Schneekugel liegen das Grenzstädtchen, der Slowenenhügel, der Eisenpass. Immer wieder schüttelt der Erzähler die Kugel; Schnee fällt auf Unterkärnten und die Obersteiermark. Der Roman wirbelt die ergreifenden Geschichten einer kleinen Familie im zweisprachigen Gebiet auf, die durchkreuzt werden von der großen Historie: Krieg, Verfolgung, Sprachenkampf.

Und sein Taufpate? Immer wieder pries Mutter seine Sanftheit. War er denn nicht von «unten»? Nie sprach man von seiner Herkunft, auch er selbst nicht. Und die Tante war doch die Tochter von einer über der Grenze. Seine Familie hörte an der Grenze nicht auf. Oder doch? Der Bruder seines Paten und Mutters Cousin hatten im Krieg vielleicht gegeneinander gekämpft. Sie hätten sich aber auch verbrüdern können bei einem Familienfest. Wo fing Familie an? Wo hörte sie auf?

Die titelgebende Erzählung erhielt den Premio letterario internazionale Merano-Europa 2019.

Stimmen zum Buch

Patrick Rina, ORF, schreibt in seiner Meraner Laudatio: Uns allen täte ein Schütteln – in diesem Fall ein Lesen – der «Schneekugel» gut. Dieser Text fesselt den Leser einerseits mit dem dosierten (niemals schulmeisterlichen!) Rückgriff auf Kärntens verminte Zeitgeschichte, mit dem Erläutern der Nachkriegsdemenz, mit der Vorwegnahme einer Bodenprobe des Haider-Humus. Andererseits besticht der Text durch die weißen Zwischenräume. Er lebt auch vom Nicht-Geschriebenen, vom bloßen Anstupsen eines Gedankendominos, von den «verhauchenden Atemwölkchen» der Gefühle. Eine große kleine Erzählung mit poetischer Kraft!

Ein eindringliches Panorama der schwierigen Unterkärntner Zeitgeschichte. Ein Roman, der nachhallt. (Marianne Fischer, Kleine Zeitung, 04.04.2020)

Es gelingt Ramnek mit seiner Sprachkompetenz und reduzierten Erzählweise, die Seele Unterkärntens so zu erfassen, dass auch ein Nichtkärntner Leser spüren wird, wie dieses Land geatmet und getickt hat. Der Bogen reicht auf der einen Seite weit zurück und auf der anderen bis in die Gegenwart.  (Janko Ferk, Buchmagazin Literaturhaus Wien, 6. Juni 2020)
https://www.literaturhaus.at/index.php?id=12830

Eine wunderbar poetische Erzählung, die vor allem durch das Bruchstückhafte und Ungesagte einen bleibenden Eindruck hinterlässt. (24symbols, Die besten Bücher der Saison)
https://www.24symbols.com/24stories/de/die-besten-buecher-der-saison/

Es ist ein kleines Büchlein, aber ein wichtiger Roman, der die Geschichte einer Region während und nach dem Krieg in einzelnen Geschichten erzählt. Zugleich ist es die Geschichte einer Familie, die den Schrecken des Krieges erlebt, aber auch danach nicht zur Ruhe kommt.
https://ask-enrico.com/buch-musik-filmtipps/buecher/3028-hugo-ramnek-die-schneekugel

Sensibel und präzis beschreibt [Ramnek] das Leben und Sterben in der Provinz inmitten der Verwerfungen der Zeitgeschichte. Als Leitmotiv dient ihm dabei eine Schneekugel, die der Erzähler immer wieder schüttelt. Der fallende Schnee, andernorts eine Metapher für das Zudecken und Vergessen, wirbelt hier die Vergangenheit nochmals auf. Die bewegenden Schicksale im zweisprachigen Grenzland bleiben auf diese Weise lebendig. Ein großes kleines Buch, lakonisch, tiefgründig, anmutig. (Manfred Papst, NZZ am Sonntag, Bücher am Sonntag (Beilage), S.11, 28. Juni 2020)

Stimme des Schriftstellers

Hugo Ramnek im Rahmen der „Ausnahmegespräche“ mit Katja Gasser (ORF Kulturredaktion, Leitung Literaturressort), in Kooperation mit dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels:

https://www.youtube.com/watch?v=xunz7rdcRfc

Hugo Ramnek stellt seinen Roman auf seinem Coronabalkon online für das Aargauer Literaturhaus vor:


Deutsch
Gebundene Ausgabe, 127 Seiten, Lesebändchen
EUR 21.00 / CHF 26.50
ISBN 978-3-99029-379-9
Auch als E-Book erhältlich